NCBI Schweiz: Niederschwellige Unterstützung für traumatisierte Geflüchtete

Seit Ende 2020 unterstützt NCBI gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum für psychische Gesundheit, Trauma und Migration psychisch belastete und traumatisierte Geflüchtete. Das Angebot verbindet psychotherapeutische Behandlung mit gezielter sozialer Integration und schafft damit wirksame und nachhaltige Unterstützung.

Brückenbauer:innen und Trauma

Ein zentraler Bestandteil des Projekts sind speziell ausgebildete Brückenbauer:innen. Dabei handelt es sich um selbst integrierte Geflüchtete, die Klient:innen in ihrer Muttersprache begleiten. Sie fördern Orientierung und Motivation, erleichtern den Zugang zu wichtigen Ressourcen und stärken die Fähigkeit zur selbstständigen Alltagsbewältigung. Gleichzeitig entlasten sie Therapeut:innen und bestehende Unterstützungsstrukturen.

Das Projekt setzt auf eine innovative, interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Psychiatrie und Soziointegration. Durch dieses hybrid finanzierte Kooperationsmodell werden belastende postmigratorische Stressfaktoren reduziert, die psychische Stabilisierung gefördert und die gesellschaftliche Teilhabe der Geflüchteten nachhaltig gestärkt.

So erhalten Betroffene nicht nur Zugang zu einer ambulanten Psychotherapie, sondern auch zu einer kultursensiblen und sprachlich passenden Begleitung, welche ihre Integration und ihr Selbstmanagement langfristig unterstützt.

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Projektunterstützung

Die Stanley Thomas Johnson Stiftung unterstützt NCBI erstmals mit einem Beitrag von CHF 290'000.-. Die Förderperiode beginnt im Juli 2026 und umfasst drei Jahre.

Weitere Infos zum Projekt gibt es auf der NCBI-Website.

Die Fotos wurden von Janina Böttger zur Verfügung gestellt.