Opfer von Konflikten und Gewalt

Ein sicheres Leben ist ein grundlegendes Menschenrecht. Deshalb fördern wir Projekte und Initiativen, die den Schutz und die Würde sowie das körperliche und psychische Wohlergehen von Menschen stärken, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind.

Was wir unterstützen

Die Stanley Thomas Johnson Stiftung unterstützt im Rahmen ihrer Fördertätigkeit für den Förderbereich «Opfer von kriegerischen Auseinandersetzungen und Gewalt» Personen, die von Krieg und bewaffneten Konflikten betroffen sind. Die Stiftung wirkt darauf hin, Leben, Sicherheit, Würde und das körperliche und geistige Wohlergehen dieser Menschen zu schützen.

Die von der Stiftung geförderten Projekte befassen sich vor allem mit den Begleitumständen und den Folgen von bewaffneten Konflikten und Gewalt und umfassen:

  • Den Schutz von Zivilpersonen, insbesondere von Vertriebenen und Flüchtlingen
  • Psychosoziale Hilfeleistungen, Rehabilitation und Beratung von Kriegsopfern und Konfliktbetroffenen
  • Die Stiftung bevorzugt Projekte, die (unbegleitete) Kinder und Jugendliche begünstigen.

Schwerpunktländer Begünstigte

Wir fördern Projekte zugunsten Betroffener aus folgenden Ländern:

Afrika

  • Äthiopien
  • Burkina Faso
  • Demokratische Republik Kongo
  • Mali
  • Nigeria
  • Somalia
  • Sudan
  • Südsudan
  • Tschad

Naher Osten

  • Jemen
  • Palästina
  • Syrien

Asien

  • Afghanistan
  • Myanmar

Karibik

  • Haiti

Lateinamerika

  • Kolumbien

Ausserdem fördern wir Projekte in der Schweiz und Grossbritannien zugunsten Begünstigter, die von Konflikt und Gewalt in ihren Herkunftsländern betroffen sind (unabhängig der oben genannten Schwerpunktsländer).

Kriterien in Bezug auf die Organisation

Wir unterstützen anerkannte, zivile Non-Profit-Organisationen mit registriertem Sitz in der Schweiz oder Grossbritannien. Die Organisationen verfügen über langjährige Erfahrung, über gut qualifiziertes Personal und über professionelle Managementstrukturen. Die Organisationen sind in der Lage, Projekte nach wissenschaftlichen Standards zu evaluieren und

  • führen die Projekte auf Basis einer standardisierten Zielhierarchie (zum Beispiel Impact/Outcomes/Outputs) durch (gilt vor allem für grössere internationale Projekte)
  • sind als gemeinnützige, steuerbefreite und juristische Personen registriert
  • wenden international anerkannte, themenbezogene Qualitätskriterien für die humanitäre Arbeit an
  • kooperieren in den Schwerpunktländern mit professionellen, national anerkannten Partnerorganisationen
  • orientieren sich an den nationalen Strategien der Schweiz und Grossbritannien.

Projekte, die wir nicht unterstützen

  • Projekte, die den Zielen der Stiftung nicht entsprechen
  • Anträge, welche die Selektionskriterien nicht erfüllen
  • Sehr kleine oder einmalige Veranstaltungen
  • Projekte, die einem Prestigezweck dienen
  • Projekteingaben von privaten, nicht gemeinnützig orientierten Veranstaltern
  • Vorhaben, die von Gruppen oder Organisationen durchgeführt werden, welche nicht bei einer nationalen oder regionalen Behörde registriert sind (z. B. nicht als gemeinnützig anerkannt) oder nicht durch die öffentliche Hand kontrolliert werden. Ausnahmen müssen begründet werden.

Wie wir unsere Projektpartner auswählen

Die Stanley Thomas Johnson Stiftung lädt gezielt Organisationen mit Sitz in der Schweiz oder im Vereinigten Königreich zur Gesuchseingabe ein, sofern deren Tätigkeit den vom Stiftungsrat definierten Förderkriterien besonders entspricht und sie über die fachlichen und organisatorischen Voraussetzungen zur Umsetzung entsprechender Projekte verfügen.

Spontane Gesuche ausserhalb dieses Einladungsverfahrens werden grundsätzlich nicht entgegengenommen.

Die Einladungen zur Gesuchseingabe werden jeweils im November verschickt. Die Einreichfrist läuft bis Januar des Folgejahres, der Entscheid über eine Unterstützung erfolgt im März.

Die Einladungen erfolgen jährlich alternierend: Entweder werden Organisationen berücksichtigt, die Projekte in der Schweiz oder in Grossbritannien umsetzen, im nächsten Jahr, Organisationen, die Projekte gemäss Schwerpunktländerliste durchführen.

Falls Ihre Organisation die Kriterien erfüllt, können Sie das untenstehende Formular spätestens bis Mitte September ausfüllen.

Zum Aufnahmeformular Bewerbung Longlist

Nächste Einladungstermine:

  • November 2026: Internationale Projekte gemäss Schwerpunktländerliste
  • November 2027: Nationale Projekte in der Schweiz und in Grossbritannien

Kontakt

E-Mail  conflict@johnsonstiftung.ch
Telefon 031 372 25 95

 

Auswahl geförderter Projekte

Caritas Schweiz

Der Südsudan erlangte 2011 seine Unabhängigkeit und ist damit der jüngste Staat der Welt. Die Bevölkerung ist ethnisch vielfältig. Während der Sudan überwiegend islamisch geprägt ist, gehört die Mehrheit der Menschen im Südsudan dem christlichen Glauben an.
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War Child: Zentralafrikanische Republik

Seit einer gewaltsamen Machtübernahme im Jahr 2013 befindet sich die Zentralafrikanische Republik in Aufruhr. Der jahrzehntelange Bürgerkrieg hat einen hohen Tribut gefordert: Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist heute auf humanitäre Hilfe angewiesen, und 1,3 Millionen Menschen sind auf der Flucht, was eine grosse Anzahl besonders gefährdeter Kinder und Jugendlicher zur Folge hat. Das Projekt von «War Child» in Ndélé und den umliegenden Distrikten bietet lebensrettende Dienste für die am stärksten von Konflikten betroffenen Kinder und ihre Familien, um ihr Wohlergehen, ihren Zugang zu Schutz und Bildung zu verbessern.
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Hope after Trauma

Asha North Staffordshire ist eine gemeinnützige Organisation, die nach traumainformiert arbeitet und Asylsuchende sowie Flüchtlinge unterstützt. Das Projekt Hope After Trauma richtet sich speziell an unbegleitete Minderjährige, Jugendliche und Kinder, die Konflikte, Gewalt, Menschenhandel oder gefährliche Reisen nach Grossbritannien erlebt haben. Viele kommen allein, verängstigt und ohne jegliche Unterstützung durch ihre Familie an. Hope After Trauma bietet ihnen einen sicheren, Raum, in dem sie beginnen können, ihre Wunden zu heilen, neues Selbstvertrauen aufzubauen und sich als Teil einer Gemeinschaft zu fühlen. Damit sie sich sicher und unterstützt fühlen und Hoffnung für ihre Zukunft schöpfen können.
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Street Child: Projekt LISANGA

Seit 2022 hat ein wenig bekannter Konflikt zwischen den Gemeinschaften der Teké und Yaka im Westen der Demokratischen Republik Kongo mehr als 146 000 Menschen, darunter vor allem Frauen und Kinder, aus ihrer Heimat vertrieben. Sieben von zehn Schulen wurden geschlossen, und viele Kinder wurden von ihren Familien getrennt und sind nun der Ausbeutung und Rekrutierung durch bewaffnete Gruppen schutzlos ausgeliefert. Das LISANGA-Projekt von Street Child ist in den am stärksten betroffenen Gemeinden von Maï-Ndombe und im ländlichen Kinshasa tätig, um sicherzustellen, dass Kinder im Alter von 6 bis 17 Jahren in Sicherheit sind, zur Schule gehen und lernen können. Als Teil eines grösseren Konsortiums hat das Projekt inzwischen mehr als 14 000 Kinder erreicht.
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