Medizinische Forschung

Medizinische Forschung kommt nicht allen Menschen in gleichem Masse zugute. Mit mehrjährigen Förderprogrammen leisten wir einen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität vulnerabler und unterversorgter Gruppen.

Start eines neuen Förderprogramms «Forschung zu Migration und Gesundheit»

Die Stanley Thomas Johnson Stiftung und die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW lancieren das Förderprogramm «Forschung zu Migration und Gesundheit» im Umfang von CHF 2,7 Mio., um Forschung in Migrationsmedizin und zur Gesundheit von Migrantinnen und Migranten in der Schweiz zu stärken.

Mit dem Förderprogramm «Forschung zu Migration und Gesundheit» leisten die SAMW und die Stanley Thomas Johnson Stiftung einen Beitrag für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Herausforderungen, die Gesundheitssysteme infolge zunehmender Mobilität und internationaler Migration bewältigen müssen. Dazu gehören etwa der gerechte Zugang zur Gesundheitsversorgung, der effiziente Einsatz vorhandener Ressourcen und die Sicherstellung einer hochwertigen medizinischen Betreuung.

Das Förderprogramm unterstützt Projekte, die innovative Ansätze für die Gesundheitsversorgung von Migrantinnen und Migranten in der Schweiz entwickeln, insbesondere von Gruppen, die vulnerabel oder gegenwärtig unterversorgt sind. 

Alle Informationen zur Ausschreibung sind auf der Website der SAMW publiziert. 

Start eines neuen Förderprogramms für Flüchtlinge und Vertriebene

Im Jahr 2023 lancierte die Stiftung ein Förderprogramm zum Schutz und zur Verbesserung der Gesundheit von Geflüchteten und vulnerablen Menschen in Konfliktregionen.

Folgende Projekte wurden ausgewählt und werden von der Stiftung unterstützt:

  • Schweizerisches Rotes Kreuz: Abbau von Hindernissen beim Zugang zu Diensten der sexuellen und reproduktiven Gesundheit in Zentren für Vertriebene aus dem Rakhine-Staat in Bangladesch
  • Swisspeace: Unterstützung des psychosozialen und psychischen Wohlbefindens von vertriebenen syrischen Frauen, die mit einem unklaren Verlust zu kämpfen haben
  • FAIRMED: Krieg, Vertreibung, Wirtschafts- und Ernährungskrisen und Krankheit - Überwindung von Mehrfachbelastungen auf dem Weg zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden durch Verbesserung der Geschlechtergerechtigkeit in Jaffna und Kilinochchi, Sri Lanka
  • Swiss TPH: Demokratisierung von Maßnahmen gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten durch Citizen Science zur Verbesserung der Gesundheit von Frauen in einem fragilen Umfeld am Tschadsee, Tschad

Auswahl geförderter Projekte

ParaSahel – DIMAS

In Krisengebieten haben Gesundheitssysteme Schwierigkeiten, Flüchtlinge, Binnenvertriebene und die Bevölkerung der Aufnahmeländer zu versorgen. Diese Schwierigkeiten werden noch verstärkt, wenn Krisen in Ländern mit niedrigem wirtschaftlichem Status auftreten, wie dies im Tschad in Zentralafrika der Fall ist. Hier ist die Realität des staatlichen Gesundheitswesens durch unzureichende Finanzierung, schwache Infrastruktur und Mangel an qualifiziertem Gesundheitspersonal gekennzeichnet. Infolgedessen sind negative Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung aller Bevölkerungsgruppen unvermeidlich. Um diesem Teufelskreis entgegenzuwirken, ist die Abhängigkeit von internationaler Hilfe unumgänglich. Das Projekt ParaSahel – DIMAS will mit demokratisierten Massnahmen gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten vorgehen und die Gesundheit von Frauen am Tschadsee verbessern.
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